Mein absoluter Lieblingskrimiautor ist Andreas Franz. Seine Romane spielen zum größten Teil im Rhein-Main-Gebiet, was für mich, der sich ganz häufig in Darmstadt und Frankfurt aufhält, ganz besonders spannend ist. Die Bilder, die beim Lesen im Kopf entstehen, haben doch eine andere Intensität, wenn man die in den Romanen beschriebenen Orte wirklich schon gesehen hat, selbst einmal dort gewesen ist. Aber nicht nur dadurch werden Andreas Franz’ Romane zu etwas besonderem für mich. Zum einen ist es die Tatsache, dass er zu den wenigen Autoren gehört, bei denen ich schon ab dem ersten Wort komplett im Roman versinken kann und kein einziges Mal denke: „Das ist jetzt aber blöd formuliert“, was mich bei einigen anderen Romanen sehr stört. Nein, Andreas Franz spricht meine Sprache, kein Wort stört meinen Lesefluss und ich kann wunderbar in den Krimi abtauchen und habe unvernünftigerweise schon die ein oder andere Nacht durchgelesen, weil ich das Buch einfach nicht weglegen konnte. „Jung, blond, tot
“ war der erste Roman, den ich mir ausgerechnet an einem Frankfurter Bahnhofskiosk gekauft habe, weil ich Nachschub für meine tägliche Bahnfahrt brauchte. Und ich ertappte mich dabei, dass ich mir die ein oder andere Verspätung gewünscht habe, um vielleicht doch noch das nächste Kapitel zu schaffen. Die meisten Krimis von Andreas Franz handeln übrigens von der Frankfurter Kriminalpolizistin Julia Durant bzw. von der Staatsanwältin Elvira Klein und dem Offenbacher Kommissar Peter Brandt. Diese „Serien“ sorgen dafür, dass man viele Eigenheiten der einzelnen wiederkehrenden Protagonisten schon kennt, bevor sie beschrieben werden – man muss die Bücher deshalb aber nicht streng der Reihe nach lesen. Ich habe mittlerweile fast alle Romane wild durcheinander gelesen und warte nun schon wieder sehnsüchtig auf Nachschub. Das Einzige, was mich immer nachdenklich macht, ist, wenn in einem von Andreas Franz’ Romanen ein Kind entführt wird. Als Papa geht mir das schon ziemlich nahe, und ich frage mich, was Andreas Franz, der selbst fünf Kinder hat, empfindet, wenn er solche Themen anpackt. Aber das frage ich ihn vielleicht einfach mal persönlich.
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Ich fand die beiden Bücher, wie gesagt auch sehr spannend und unkompliziert geschrieben. Jetzt habe ich noch ein paar andere Bücher vor mir, dann werde ich meine Kollegin wieder “nerven”, dass sie mir die nächsten Bücher von Andreas Franz zum Lesen mitbringt…
Sag ihm nen schönen Gruß, wenn du ihn triffst!